PSYCHONOMICS NEWSLETTER (19) - AUGUST
2006
psychonomics AG - Marktforschung -
Organisationsforschung - Beratung
heute erhalten Sie wieder den aktuellen
Newsletter der psychonomics AG. Wir wünschen Ihnen
interessantes Lesevergnügen.
Eine begeisternde Weltmeisterschaft,
Sommerhitze und eine ganze Reihe spannender Arbeiten
liegen hinter und vor uns. Wenn Sie bereits in Urlaub
waren, hoffen wir, dass Sie sich gut erholt haben.
Allen, die ihren Urlaub noch vor sich haben, wünschen
wir entspannte und sonnige Tage.
+++ HIGHLIGHTS - INHALTE +++
++++++ AKTUELLE NEWS ++++++
top BUNDESBÜRGER ZIEHEN POSITIVES WM-FAZIT
Die Fußball-Weltmeisterschaft hat nicht nur
nach Ansicht von Experten, sondern auch der Bundesbürger
selbst viele positive Spuren im In- und Ausland
hinterlassen. Dies zeigen die Ergebnisse einer
Online-Umfrage von psychonomics unter rund 1.000
Internetnutzern im Alter von 16-65 Jahren: 86 Prozent
der Befragten vertreten die Auffassung, dass die
Fußball-WM das Ansehen Deutschlands in der Welt gestärkt
hat. 91 Prozent sind zudem der Überzeugung, dass
Deutschland dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden"
voll gerecht geworden ist.
In ihrer Beurteilung der langfristigen
Auswirkungen der Fußball-WM zeigen sich die befragten
Bundesbürger etwas zurückhaltender, aber ebenfalls
optimistisch: 69 Prozent rechnen damit, dass sich die
positive Stimmung der WM im Land zumindest teilweise
fortsetzen wird; 72 Prozent schätzen die langfristigen
wirtschaftlichen Effekte eher positiv ein. Kurzfristige,
den privaten Konsum steigernde Effekte hat die WM
zumindest für eine Reihe von Branchen bereits gehabt:
Während vor Beginn der WM jeder Fünfte (20%) erwartete,
während der WM mehr Geld in seiner Freizeit auszugeben,
als er dies normalerweise tut, hat dies nach eigenen
Angaben jeder vierte befragte Konsument (27%)
tatsächlich getan. Besonders konsumfreudig waren die
16-25-Jährigen (erhöhter Freizeitkonsum: 41%).
Auch auf ganz persönlicher Ebene hat das
Großereignis merkliche Spuren hinterlassen: Knapp zwei
Drittel (62%) geben an, ihre Identifikation mit
Deutschland sei durch die WM gestärkt geworden - ein
deutlicher Hinweis auf die Gemeinschaft stiftende
Bedeutung des Fußballs in unserer Gesellschaft.
Gleichzeitig berichten weit über die Hälfte (59%) der
Befragten davon, dass die Fußball-WM sie (noch)
aufgeschlossener gegenüber Menschen aus anderen Ländern
gemacht habe. Aus sozialpsychologischer Sicht ein Beleg
für die These, dass eine selbstbewusste, stabile eigene
Identität die Aufgeschlossenheit gegenüber Fremden
fördert.
Aus sportlicher Sicht waren die Ergebnisse
der WM aus Sicht der Bundesbürger überraschend, wobei
die Erwartungen bezüglich des sportlichen Abschneidens
der deutschen Nationalmannschaft mehr als erfüllt
wurden: Noch kurz vor Beginn der WM hatten drei von fünf
Befragten (59%) der Mannschaft von Jürgen Klinsmann das
Erreichen des Halbfinales nicht zugetraut. Dass Italien
Weltmeister werden würde, war für die Allermeisten eine
besonders große Überraschung: Lediglich 4 Prozent hatten
vorher auf die Südeuropäer getippt. Ebenso überraschend war das frühe
Ausscheiden der Brasilianer, auf die immerhin jeder
Zweite (52%) als Weltmeister gesetzt hatte.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die
Fußball-WM als vollauf gelungenes gesellschaftliches
Großprojekt angesehen werden kann und vielleicht einmal
"historische" Bedeutung erhalten wird. Auch wenn allzu
hohe wirtschaftliche Erwartungen enttäuscht werden
mögen, hat die WM unser Land sozial und emotional
bereichert und positiv verändert - die Nachhaltigkeit
dieser Effekte im In- und Ausland ist derzeit noch nicht
zu bemessen.
Kontakt: Ansgar Metz (Leiter
Unternehmenskommunikation) ansgar.metz@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-326.
top 5. PSYCHONOMICS SYMPOSIUM UND 15-JÄHRIGES
FIRMENJUBILÄUM
Am 21. und 22. September 2006 findet bei
psychonomics in Köln unter dem Motto "15 Jahre
wirtschaftspsychologische Marktforschung,
Organisationsforschung und Beratung" das 5. psychonomics
Symposium statt.
Zahlreiche interne und externe Referenten
werden wieder spannende Vorträge und Workshops zu
aktuellen Themen, Methoden und Entwicklungen aus
verschiedenen Feldern der Markt- und
Organisationsforschung sowie der Umsetzungsberatung
gestalten. Alle Kunden und Partner von psychonomics sind
herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Ausführliches
Veranstaltungsprogramm (pdf): www.psychonomics.de/psychonomics-symposium-2006.pdf
Am Abend des 21. September findet
anlässlich des 15-jährigen Firmenbestehens von
psychonomics eine Jubiläumsfeier im Deutschen Sport- und
Olympiamuseum in Köln statt. Für die langjährige und
vertrauensvolle Zusammenarbeit möchten wir uns auch an
dieser Stelle bei unseren Kunden und Partnern herzlich
bedanken!
Kontakt und Anmeldung: Silke Rodewald
(Organisation) - silke.rodewald@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-376.
top "BESTE ARBEITGEBER IN EUROPA 2006"
AUSGEZEICHNET
Deutsche Unternehmen liegen im Hinblick auf
ihre Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber in
Europa weit vorn. Dies zeigt der aktuelle Great Place to
Work(r) Wettbewerb "Beste Arbeitgeber in Europa 2006"
(http://www.greatplacetowork-europe.com/),
dessen Gewinner am 17. Mai im Auswärtigen Amt in Berlin
ausgezeichnet wurden.
Insgesamt gelang 18 Unternehmen aus
Deutschland (inkl. dt. Niederlassungen multinationaler
Unternehmen) der Sprung auf die diesjährige Liste der
100 besten europäischen Arbeitgeber, die jährlich vom
Great Place to Work(r) Institute Europe ermittelt wird.
Zu den als "Best Workplaces in Europe 2006"
ausgezeichneten Unternehmen zählen (in alphabetischer
Reihenfolge): 3M (Neuss), CIBA Vision (Grosswallstadt),
Cisco Systems (Halbergmoos), ConSol Software (München),
E.ON Ruhrgas (Essen), eBay (Europarc Dreilinden),
Ethicon (Norderstedt), Grundfos (Erkrath), Lands End
(Merzig), LifeScan (Neckargemünd), Network Appliance
(Grasbrunn), O2 (München), Procter & Gamble
(Schwalbach am Taunus), SAP (Walldorf), Sapient
(München), Skytec (Oberhaching), SMA Technologie
(Niestetal), W.L. Gore & Associates (Putzbrunn). O2
und Consol Software gelang sogar der Sprung unter die
Top 10 der besten europäischen Arbeitgeber; SMA
Technologie gewann darüber hinaus den Sonderpreis für
die Einbindung der Mitarbeiter in Corporate Social
Responsibility-Projekte. Erfolgreich qualifiziert hatten
sich die Unternehmen über den Wettbewerb "Deutschlands
Beste Arbeitgeber 2006" (http://www.greatplacetowork.de/).
Deutschland stellte damit das stärkste
"Team" unter den insgesamt 15 europäischen
Teilnehmerländern mit über 1000 teilnehmenden
Unternehmen. Gesamtsieger wurde in diesem Jahr die
griechische Niederlassung von Colgate Palmolive. Die
komplette 100-Beste-Arbeitgeber-Liste findet sich unter:
http://www.greatplacetowork-europe.com/best/list-eu.htm
Veranstaltet wurde der Award Event und der
nachfolgende Great Place to Work(r) Kongress am 18. Mai
von psychonomics als Vertreter des deutschen Great Place
to Work(r) Institute in Kooperation mit dem Great Place
to Work(r) Institute Europe und der Initiative Neue
Qualität der Arbeit des Bundesministerium für Arbeit und
Soziales (http://www.inqa.de/). Sponsorpartner
war die Gothaer Versicherung, Medienpartner die
"Financial Times".
Bundesarbeitsminister Franz Müntefering
gratulierte den deutschen Unternehmen zu ihrem
erfolgreichen Abschneiden im europäischen
Beste-Arbeitgeber-Wettbewerb. In seinem Grußwort betonte
der Vizekanzler die besondere Bedeutung der Qualität und
Attraktivität der Arbeitsplatzbedingungen in Europa für
die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.
Der Wettbewerb "Beste Arbeitgeber in
Europa" geht zurück auf eine Initiative der
EU-Kommission aus dem Jahr 2002 und wird derzeit
jährlich auf Basis nationaler Great Place to Work(r)
Wettbewerbe in 14 EU-Staaten sowie Finnland
durchgeführt. Wettbewerbsvorbild ist der seit 1998
durchgeführte US-amerikanische Wettbewerb "100 Best
Companies to Work For in America".
Kontakt: Frank Hauser, Leiter Great Place
to Work(r) Institute Deutschland, c/o psychonomics AG -
fhauser@greatplacetowork.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-0.
++++++ AKTUELLE STUDIEN UND PROJEKTE ++++++
top ZAHLEN BITTE! ZAHLUNGSMORAL EUROPÄISCHER
UNTERNEHMEN OFT MANGELHAFT
Die Zahlungsmoral europäischer Unternehmen
im In- und Ausland ist alles andere als
zufriedenstellend. Insbesondere das Zahlungsverhalten
italienischer Firmen ist wenig "weltmeisterlich": Rund
ein Viertel der Geschäftbeziehungen (26%) werden von
ausländischen Geschäftspartnern in Sachen Zahlungsmoral
ausdrücklich als "schlecht" beurteilt. Die
unzuverlässigsten Schuldner sitzen neben Italien in
Großbritannien, Spanien und Frankreich. Im direkten
Vergleich wird - trotz landläufig oft gegenteiliger
Meinung - die Zahlungsmoral osteuropäischer Firmen im
Durchschnitt deutlich besser eingeschätzt. Deutsche,
ebenso wie schweizerische und österreichische Firmen
werden in punkto Zahlungsmoral vom europäischen Ausland
in der Regel gelobt.
Dies zeigt das aktuelle
"Zahlungsmoral-Barometer 2006", das in diesem Jahr
erstmals von psychonomics im Auftrag von Atradius, einem
der weltweit größten Kreditversicherer, und in
Kooperation mit der Financial Times Deutschland
durchgeführt wurde.
Die Zahlungsmoral deutscher Firmen wird vom
europäischen Ausland positiv (82%) und nur sehr selten
ausdrücklich negativ (4%) beurteilt. Noch etwas besser
schneiden hier nur die Schweiz und Österreich ab.
Allerdings wird die Zahlungsmoral deutscher Firmen im
Inland deutlich weniger positiv als im Ausland
betrachtet: Drei von fünf inländischen Geschäftspartnern
(58%) schätzen das Zahlungsverhalten bestenfalls als
"mittelmäßig" ein.
Insbesondere für kleine und mittlere
Unternehmen können Außenstände - im In- und Ausland -
zum existenziellen Problem werden. Vier von fünf
befragten deutschen Unternehmen (79%) schützen sich
daher bereits aktiv vor Forderungsausfällen - lediglich
in den Niederlanden ist die Sensibilität für dieses
wichtige Thema ähnlich hoch. 29 Prozent aller befragten
Unternehmen bauen im Rahmen ihres Debitorenmanagements
auf den Abschluss einer Kreditversicherung. 19 Prozent
setzen auf Vorkasse bzw. Barzahlung. Internes und
externes Inkasso sind weitere genutzte Instrumente des
Debitorenmanagements. Knapp ein Drittel der befragten
Unternehmen treffen bisher allerdings noch keinerlei
Maßnahmen.
Weitere Informationen zum
"Zahlungsmoral-Barometer": Für die umfangreiche
internationale Vergleichsstudie wurden Verantwortliche
aus dem Debitorenmanagement von 1.200 Unternehmen aus
sechs europäischen Ländern (Belgien, Deutschland,
Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande) zur
Zahlungsmoral ihrer in- und ausländischen
Geschäftskunden und zu den Instrumenten der Absicherung
ihrer Forderungen befragt. Die Untersuchung erfolgte
mittels Telefoninterviews (CATI) von April bis Mai 2006.
Gegenüber vergleichbaren Untersuchungen zeichnet sich
das "Zahlungsmoral-Barometer" insbesondere durch die
systematische Befragung einer zufallsgenerierten
Stichprobe internationaler Unternehmen und die
Möglichkeit zur Branchendifferenzierung aus. Das
Zahlungsmoral-Barometer wird von 2006 an als
Langzeitstudie im regelmäßigen Turnus fortgeführt.
Die kompletten Ergebnisse des
"Zahlungsmoral-Barometer 2006" sind im Internet
erhältlich unter: http://www.atradius.com/de/downloads/zahlungsmoralbarometer.jsp
Presseberichterstattung in der Financial
Times Deutschland: http://www.ftd.de/karriere_management/management/96205.html
Kontakt bei psychonomics: Christian Escher
(Studienleiter) - christian.escher@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221-42061-323.
Ansprechpartnerin bei Atradius ist Frau
Andrea Riedle (Pressesprecherin): andrea.riedle@atradius.com - Tel.: +49
(0)221 2044-1433.
top HEALTH CARE MONITORING 2006: WENIG
VERTRAUEN IN GESUNDHEITSPOLITIK
Der Halbjahresreport des psychonomics
"Health Care Monitoring 2006" zeigt, dass das Vertrauen
der Bevölkerung in die Gesundheitspolitik auch in Zeiten
der Großen Koalition dramatisch abnimmt: Nicht einmal
mehr jeder dritte Bundesbürger (29%) traut der Politik
noch zu, die gesundheitliche Versorgung langfristig
sicherstellen zu können. Im vergangenen Jahr waren dies
(immerhin) noch 37 Prozent.
Auch das Vertrauen in die
Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung
ist rückläufig. In punkto "Sympathie",
"Vertrauenswürdigkeit", "Verlässlichkeit", "Kompetenz"
und "Patientenorientierung" erhält die Politik miserable
Noten. Sogar die Arzneimittelhersteller, die
traditionell um ihr Image in der Öffentlichkeit kämpfen
müssen, schneiden hier besser ab. Vorne in der Gunst der
Bürger liegen hier Hausärzte und Apotheker; in Sachen
Kompetenz genießen letztere derzeit sogar ein höheres
Ansehen als Ärzte. Krankenkassen, Krankenversicherer und
Krankenhäuser landen im Mittelfeld der Beurteilung.
Gleichzeitig verstärkt sich bei vielen
Bundesbürgern (36%) insgesamt aber der Eindruck, dass
sich die Akteure im Gesundheitswesen deutlich stärker
von Eigeninteressen als vom Patientenwohl leiten lassen.
1.500 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden im Frühjahr
hierzu repräsentativ befragt.
Auch das Gesundheitsverhalten ändert sich
erkennbar: Nur noch weniger als ein Viertel der
Bundesbürger (23%) gehen nach eigenen Angaben direkt zum
Arzt, wenn sie spüren, dass sie krank werden. 1998 lag
dieser Wert noch mehr als doppelt so hoch (56%). Fast
zwei Drittel der Deutschen (61%) versuchen sich zudem
bei leichteren Beschwerden zunächst mit rezeptfreien
Medikamenten selbst zu helfen (2003: 55%). Gleichzeitig
ist der Stellenwert von Apothekenbesuchen als "kleiner
Arztbesuch zwischendurch" weiter gestiegen: 64 Prozent
lassen sich bei leichteren Erkrankungen von Apothekern
beraten und verzichten stattdessen auf Arztbesuche
(2003: 56%).
Viele Bundesbürger haben zudem
Sparmaßnahmen ergriffen, um ihre Gesundheitskosten zu
reduzieren: Nach eigenen Angaben haben in den letzten 12
Monaten fünf Prozent der gesetzlich versicherten
Bundesbürger ihre Krankenkasse gewechselt, um ihre
monatlichen Beiträge zu senken. 17 Prozent gaben an,
weniger rezeptpflichtige Medikamente eingenommen zu
haben, um Zuzahlungen einzusparen. Mehr als jeder Vierte
hat im vergangenen Jahr weniger rezeptfreie Medikamente
gekauft, ebenso viele haben zwar nicht weniger
Medikamente eingenommen, sind aber auf preisgünstigere
Arzneimittel umgestiegen.
Der Halbjahresreport des "Health Care
Monitoring 2006" (inklusive Schwerpunkthema
"Nahrungsergänzungsmittel") kann über die psychonomics
AG bestellt werden. Der Jahresreport erscheint Ende
November. Vertiefungsschwerpunkt der 2. Befragungswelle
wird das Thema "Gesundheitsreform 2006" sein. Bis zum
25. August besteht noch die Möglichkeit zur Schaltung
exklusiver Fragestellungen. Die psychonomics
Gesundheitstypen sind seit Sommer 2006 auch über die
Verbraucheranalyse (VA) zählbar.
Weitere Informationen zum Health Care
Monitoring und zur psychonomics HealthCare
Marktforschung unter:
www.psychonomics.de/healthcaremonitoring2006.pdf
www.psychonomics.de/healthcare
Kontakt: Anja Schweitzer (Studienleiterin)
- anja.schweitzer@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221-42061-329.
top KUNDENMONITOR ASSEKURANZ 2006:
KONTAKTPRÄFERENZEN VON VERSICHERUNGSKUNDEN
Die deutliche Mehrheit der privaten
Versicherungskunden in Deutschland (83%) wünscht sich
beim Vertragsabschluss einen unmittelbaren persönlichen
Kontakt mit ihrer Versicherung - stärker sogar als noch
im Jahr 2000 (76%). Dies zeigt die aktuelle Teilstudie
"Multi-Channel-Marketing" des Kundenmonitor Assekuranz
2006 von psychonomics. Über 2.200 private
Versicherungsnehmer wurden repräsentativ befragt.
Vor und nach der Phase des konkreten
Vertragsabschlusses bevorzugen die Versicherten zu
unterschiedlichen Phasen und Anlässen der
Kundenbeziehung aber auch andere Kommunikationswege: In
der vorvertraglichen Phase der Information und der
Vertragsanbahnung nehmen die Kunden am liebsten
telefonisch Kontakt auf. Auch während der normalen
Vertragslaufzeit halten die Kunden in der Regel eine
telefonische Kontaktaufnahme für ausreichend. Den
Schriftweg präferieren die Befragten erst in kritischen
Phasen der Kundenbeziehung, wie z. B. bei Beschwerden
oder im Falle der Kündigung.
Sobald neue Vertragsabschlüsse oder
Vertragsänderungen anstehen, bzw. der Wunsch nach
Beratung auftaucht, ist der unmittelbare persönliche
Kontakt aus Versichertensicht allen alternativen
Kontaktwegen wieder weit überlegen. Über alle
Kontaktanlässe und Sparten hinweg ist der Vermittler
nach wie vor der bevorzugte Ansprechpartner der Kunden.
Vergleichsweise selten wünschen sich die
Kunden bislang den Online-Kontakt (via E-Mail bzw.
Internet) zu ihrer Versicherung: Nur für ganz bestimmte
Anlässe wie allgemeine vorvertragliche Informationen
(13%) und die Änderung persönlicher Daten (12%) besteht
aktuell eine höhere Akzeptanz als noch vor fünf Jahren.
Wichtig ist allerdings hier ein
differenzierter Blick: Insbesondere jüngere und
einkommensstärkere Zielgruppen setzen zunehmend auf
diesen Kontaktweg. Im Spartenvergleich zeigt sich in der
Kfz- und Privaten Haftpflichtversicherung zudem eine
deutlich höhere Akzeptanz für den Online-Kontaktweg als
in anderen untersuchten Sparten. Insgesamt wünschen sich
die Versicherten, dass ihre Versicherung über alle
Kontaktwege hinweg gleichermaßen gut erreichbar ist und
die verschiedenen Kontaktwege untereinander vernetzt
sind. Auch wenn der Vermittler der beliebteste
Ansprechpartner der Kunden ist, muss der Kontakt aus
Kundensicht - mit Ausnahme des Vertragsabschlusses - in
der Regel kein unmittelbar persönlicher sein.
Die Teilstudie "Multi-Channel-Marketing"
mit zahlreichen Hinweisen für Marketing und Vertrieb (u.
a. mit differenzierter Auswertung nach den psychonomics
Versicherungstypen) ist über psychonomics zu beziehen.
Weitere Schwerpunkte ("Highlights") des
Kundenmonitor Assekuranz 2006 werden - neben den seit
1994 jährlich fortgeführten Kernmodulen (wie
Versicherungstypologie, Produktbesitz,
Abschlussbereitschaft, Kundenzufriedenheit und
Kundenbindung) - die Themen "Direktmarketing",
"Assistance-Leistungen" und "Private Pflegeversicherung"
sein. Die Gesamtstudie erscheint im November. Die
Teilstudien zu den Schwerpunktthemen sind jeweils nach
Abschluss der einzelnen Befragungswellen erhältlich.
Studieninfo (pdf): www.psychonomics.de/kundenmonitor-assekuranz2006.pdf
Kontakt: Christoph Müller (Studienleiter) -
christoph.mueller@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-328.
top GEWERBEKUNDENMONITOR ASSEKURANZ 2006
Der "Gewerbekundenmonitor Assekuranz", die
seit 2004 jährlich von psychonomics durchgeführte Studie
zum deutschen Gewerbekundenmarkt, ist im Juli/August
2006 mit der Befragung von 1.800
Unternehmensverantwortlichen für
Versicherungsentscheidungen ins Feld gegangen. Neben den
Basismodulen (Gewerbekundentypologie, Produktbesitz und
Marktanteile für 12 Sparten, Kauf- und
Kündigungsabsichten, Kundenbindung und
Kundenzufriedenheit, Vertriebswegenutzung etc.) werden
in diesem Jahr die Highlight-Themen
"Cross-Selling/Vertragsbündelung/Produktkomplexität",
"Schadenregulierung" und die "Zukunft der
Vertriebskanäle" untersucht. Die Auswertung erfolgt
differenziert nach soziodemographischen,
gewerbekundentypologischen und unternehmensspezifischen
Kriterien.
Die Stichprobe ist auf Unternehmen mit bis
zu 100 Mitarbeitern eingegrenzt und anhand der
Betriebsgrößenstatistik der Bundesagentur für Arbeit
(Stand: 30.6.2005) nach fünf Betriebsgrößenklassen (1-5,
6-10, 11-20, 21-50, 51-100 Mitarbeiter) quotiert.
Ausführlicher Studiensteckbrief: www.psychonomics.de/gewerbekundenmonitor-assekuranz-2006.pdf
Der "Gewerbekundenmonitor Assekuranz 2006"
kann ab Herbst über psychonomics bezogen werden.
Kontakt: Christoph Müller (Studienleiter) -
christoph.mueller@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 - 42061-328.
top KUNDENMONITOR ASSEKURANZ ERHÄLT SCHWESTER:
NEUER "KUNDENMONITOR BANKEN"
Als neues, umfassendes
Marktbeobachtungsinstrument für den Privatkunden-Markt
hat psychonomics in Kooperation mit der Deutsche Post AG
den "Kundenmonitor Banken" entwickelt, um den
Einstellungen und Verhaltensweisen von Bankkunden im
Rahmen einer Längsschnitterhebung nachhaltig auf den
Grund zu gehen. Die Studie wird erstmals im September
2006 und danach im jährlichen Turnus erscheinen.
Ähnlich wie bei dem bereits seit vielen
Jahren etablierten "Kundenmonitor Assekuranz" steht auch
im "Kundenmonitor Banken" die Entwicklung einer
speziellen, psychologisch fundierten
Bankkunden-Typologie im Zentrum der Untersuchung. So
kann beispielsweise aufgezeigt werden, aus welchen
Banktypen sich die Kunden einzelner Institute
zusammensetzen und welche Produkte sie dort bevorzugt
abschließen. Einen weiteren wichtigen Teil der
Grundlagenstudie bildet die Nutzung von Informations-,
Kommunikations- und Vertriebskanälen. Diese
detaillierten Informationen werden zur Bildung einer
Dialog-Typologie für Banken verwendet.
Hand in Hand damit gehen Fragen nach der
Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, nach
Auswahlkriterien für die Bankverbindung(en) sowie nach
konkreten Wechselabsichten. Auf diese Weise wird
ermittelt, wo "vagabundierende" Kundenpotenziale
bestehen und wie diese angesprochen werden wollen.
Zugleich werden marktstrukturelle Aspekte wie
"Bankverbindung", "Produktbesitz", "Produktnutzung" und
soziodemographische Faktoren dargestellt. Die
Basismodule werden in jedem Jahr um aktuelle
"Highlight-Themen" ergänzt. Im Vergleich zu bereits
existierenden Studien über den Bankenmarkt liegt der
besondere Vorteil des "Kundenmonitor Banken" in der
stärkeren Ausrichtung auf die Handlungsorientierung des
Instrumentes: Die Ergebnisse zeigen somit nicht allein
die aktuellen Privatkundenstrukturen von Banken auf,
sondern versetzen darüber hinaus - dank der
Bankkunden-Typologie und der Dialog-Typologie -
Entscheidungsträger in die Lage, direkt Maßnahmen für
die gezielte Ansprache von Privatkunden abzuleiten.
Der "Kundenmonitor Banken" basiert auf
3.000 repräsentativen telefonischen Interviews mit
Privatkunden im deutschen Bankenmarkt. Vor der ersten
Ausgabe wurden zunächst zwei Vorstudien durchgeführt:
Drei Gruppendiskussionen mit Entscheidern und
Mitentscheidern aus dem Privatkundenmarkt dienten dazu,
das gesamte Meinungsspektrum im Zusammenhang mit Banken,
Bankprodukten und Dienstleistungen im Sinne der
"psychologischen Repräsentativität" abzubilden. Mittels
einer quantitativen Vorstudie auf der Basis von 300
telefonischen Interviews in der gleichen Zielgruppe
wurden dann relevante Items für die Bildung der
Bankkunden-Typologie und der Dialog-Typologie
identifiziert.
Die integrierte Bankkunden- und
Dialog-Typologie bildet die Basis für eine spezifische
Zielgruppenansprache. In diesem Rahmen besteht auch die
Möglichkeit einer Typ-basierten Anmietung von
Haushaltsadressen über die Deutsche Post AG für eine
effiziente Ansprache via Mailing. Ebenfalls können
eigene Kundendatenbestände auf Basis mikrogeographischer
Informationen mit diesen Typologieinformationen
angereichert werden, um so die Marketingaktivitäten noch
gezielter auf einzelne Bank- und Dialog-Typen
auszurichten.
Ausgewählte Ergebnisse des "Kundenmonitor
Banken 2006" werden auf dem psychonomics Symposium am
21. September 2006 vorgestellt.
Kontakt für weitere Informationen:
Dr. Karsten Schulte - karsten.schulte@psychonomics.de und
Stefan Heinisch -stefan.heinisch@psychonomics.de
(Studienleitung psychonomics) - Tel.: +49
(0)221-42061-0.
Kontakt bei der Deutsche Post AG: Thomas
Hauck (Abteilungsleiter Dialog Consulting FDL) - t.hauck@SV-institut.de
Beate Burkhardt (Analytical Services) -
Siegfried Vögele Institut - Tel.: +49 (0)228-182-57231.
top NEU: BRANDING- & WERBEWIRKUNGSALMANACH
Nachdem sich der "Marktforschungsalmanach"
und der "eMafo Almanach" als Taschenlexika zur
Marktforschung bzw. zur Online-Marktforschung (www.psychonomics.de/almanach) bereits
seit Jahren hoher Beliebtheit erfreuen, erscheint im
August in erneuter Zusammenarbeit von psychonomics mit
der Fachzeitschrift planung & analyse (http://www.planung-analyse.de/) nun
der "Branding- & Werbewirkungsalmanach". Autorinnen
von psychonomics sind Daniela Jochlik und Jutta Rothmund
sowie Dr. Michaela Brocke und Jasmin Hartlaub als
Co-Autorinnen.
Das kompakte Taschenlexikon zu zentralen
Begriffen und Methoden der Marken- und
Werbewirkungsforschung wird dem kommenden p&a-Heft
4/2006 mit dem Schwerpunktthema "Marke" beiliegen
(erscheint am 21. August). Zudem ist der neue Almanach
auch direkt über psychonomics erhältlich
(Einzelexemplare kostenfrei). Eine einfache E-Mail
genügt: almanach@psychonomics.de
top NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL (NEM): JEDER
DRITTE GREIFT ZU
Ein Drittel der Bundesbürger (35%) nimmt
regelmäßig (18%) oder zumindest zeitweilig (17%)
Nahrungsergänzungsmittel ein. Zudem ist jeder zweite
Verbraucher (51%) einer möglichen zukünftigen Verwendung
gegenüber nicht abgeneigt; jeder Dritte (33%) allerdings
nur nach vorheriger Absprache mit dem Arzt. Lediglich
jeder achte Bundesbürger (12%) lehnt die Einnahme von
Nahrungsergänzungsprodukten wie Vitaminen oder
Mineralstoffen grundsätzlich ab. Unter den häufigsten
Verwendern von Nahrungsergänzungsmitteln finden sich vor
allem ältere Menschen, Personen mit subjektiv schlechtem
Gesundheitszustand sowie die Gesundheitstypen
"Informierte" und "Souveräne" (www.psychonomics.de/gesundheitstypen.pdf).
Dies zeigt die Teilstudie
"Nahrungsergänzungsmittel" aus dem aktuellen
Halbjahresreport des psychonomics "Health Care
Monitoring 2006" (www.psychonomics.de/healthcaremonitoring).
Rund 1.500 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden im April
2006 repräsentativ befragt.
Unter den verschiedenen Einkaufsstätten für
Nahrungsergänzungsprodukte stehen bei den Deutschen
insbesondere die Apotheken hoch im Kurs (70%), gefolgt
von Drogeriemärkten (41%), Discountern (24%),
Supermärkten (21%) und Reformhäusern (20%). In Internet-
bzw. Versandapotheken kaufen derzeit 6 Prozent der
Befragten Nahrungsergänzungsmittel ein.
Von den unterschiedlichen NEM-Produkten
nehmen 26 Prozent der Bevölkerung Mineralstoffe
(Magnesium, Calcium, Zink, Eisen etc.) und 24 Prozent
Vitaminprodukte (Vitamin C + E, Multivitaminpräparate
etc.) ergänzend zu ihrer Nahrung ein. Kombipräparate aus
beiden Inhaltsstoffen werden von 17 Prozent der
Bundesbürger verwendet. Am liebsten werden NEM-Produkte
in Form von Tabletten, bzw. Kapseln (44%), oder als
Pulver, bzw. Brausetablette (38%), eingenommen. Je nach
Darreichungsform rücken die NEM-Präparate im
persönlichen Erleben der Verbraucher entweder in die
Nähe von Medikamenten oder von harmlosen
"Gesundheitsdrops".
Trotz der recht ausgeprägten
Verwendungshäufigkeit, Aufgeschlossenheit und einer
teils auch ritualisierten Gläubigkeit gegenüber
Nahrungsergänzungsmitteln, bleiben diese im Erleben der
Verbraucher ein "zweischneidiges Schwert". Aufgrund der
mangelnden Kenntnis des Bedarfs und der fehlenden
Nachprüfbarkeit langfristiger Wirkungsweisen der
Supplemente herrschen selbst unter den NEM-Verwendern
noch Skepsis und Ängste: Rund 30 Prozent der Verwender
halten das Produktangebot für "Geldmacherei" und
möglicherweise sogar für schädlich.
Attraktiv werden NEM-Produkte für die
Verwender hingegen vor allem durch das mit der Einnahme
verbundene Gefühl, das eigene gesundheitliche Schicksal
aktiv in die Hand nehmen zu können, sowie die
Überzeugung, auf diese Weise Krankheiten vorbeugen und
die eigene Gesundheit und Vitalität stärken zu können.
Mitunter zeigt sich hier auch ein ausgeprägter
"Anti-Aging"-Glaube und der Wunsch, über Alter und
Gebrechlichkeit triumphieren zu können.
Bedeutend häufiger wird aber mit dem
Einsatz von Nahrungsergänzungsprodukten versucht,
Nachlässigkeiten in der eigenen Lebensführung ohne hohen
Aufwand zu kompensieren: Viele der NEM-Verwender sind
sich durchaus bewusst, dass sie sich nicht ausreichend
gesund ernähren und stimmen häufig auch selbst - wie
insgesamt drei Viertel der Bevölkerung (73%) - der
Auffassung zu, dass eine gesunde Ernährung
Nahrungsergänzungsmittel eigentlich überflüssig machen
würde.
Die komplette Teilstudie
"Nahrungsergänzungsmittel" aus dem "Health Care
Monitoring 2006" mit zahlreichen weiteren Ergebnissen,
umfangreicher gesundheitstypologischer und
soziodemographischer Differenzierung sowie Hinweisen für
das Marketing kann über psychonomics bezogen werden.
Kontakt: Anja Schweitzer (Studienleiterin)
- anja.schweitzer@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221-42061-329.
top "ERFOLGSFAKTOREN IM
VERSICHERUNGSAUSSENDIENST": JETZT AUCH IN DER SCHWEIZ
In Deutschland wird die Studie
"Erfolgsfaktoren im Ausschließlichkeitsvertrieb" 2006
bereits zum vierten Mal im Außendienst der 30 größten
Versicherungsgesellschaften durchgeführt. Als jährliche
Benchmark-Studie hat sie sich als ein wesentliches
Instrument für die Vertriebssteuerung in der Assekuranz
etabliert.
Nachdem 2005 die erste Auflage der Studie
im Außendienst von fünf großen Versicherern in
Österreich erfolgte, wurde die Studie "Erfolgsfaktoren
im Versicherungsaußendienst" in diesem Jahr erstmals
auch in der Schweiz durchgeführt. Von März bis April
2006 wurden 450 Versicherungsagenten von neun großen
Schweizer Versicherungsgesellschaften im
Privatkundenmarkt ausführlich zu ihrer Bindung und
Loyalität gegenüber "ihrem" Versicherer sowie den Themen
Produktqualität und -konditionen, Image und
Serviceleistungen für den Kunden,
Vertriebsunterstützung, Innendienstleistungen,
Prozessqualität und IT-Unterstützung befragt
(Presseartikel zu einigen Ergebnissen der Studie unter:
www.nachrichten.ch/detail/243598.htm).
Damit hat sich die von psychonomics AG,
Comema AG (http://www.comema.de/) und IBM Global
Business Services (http://www.ibm.com/) gemeinsam
durchgeführte Studie "Erfolgsfaktoren im
Versicherungsaußendienst" zur größten und bedeutendsten
Außendienstbefragung für den deutschsprachigen Raum
weiterentwickelt.
Die komplette rund 170-seitige Schweizer
Ausgabe der Studie inkl. Einzelanalysen der Versicherer
und den Vertiefungsthemen Softwarenutzung in der
Kundenberatung und Cross-Selling ist über die
psychonomics AG bestellbar. Die diesjährige deutsche und
die österreichische Ausgabe der Studie werden zum Ende
des Jahres erhältlich sein.
Kontakt: Axel Stempel (Studienleiter) - axel.stempel@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-327.
top TREND ZUR ZIELGRUPPENORIENTIERUNG IM
MAKLERVERTRIEB
Ein Drittel der Versicherungs- und
Finanzmakler richtet ihr Privatkundengeschäft bereits
auf spezielle Zielgruppen aus. Viele gehen zudem davon
aus, dass die Zielgruppenspezialisierung in der
Vertriebstätigkeit in Zukunft weiter an Bedeutung
gewinnen wird. Dies zeigt die Ausgabe II/2006 des
"Makler-Absatzbarometer" von psychonomics zum
Vertiefungsthema "Zielgruppenorientierung im
Maklervertrieb".
In erster Linie werden die Zielgruppen von
den Maklern über die Merkmale "Alter" und "berufliche
Position" gebildet, gefolgt von Kriterien wie
"Einkommen" und "Lebensphase". Der Einsatz integrierter
Kundentypologien (etwa der psychonomics
Versicherungstypen) oder elaborierter CRM-Systeme findet
im Maklervertrieb allerdings bislang nur selten statt.
Mehr als die Hälfte der Makler treffen für die optimale
Zielgruppenansprache jedoch eine gezielte Auswahl
einzelner Produkte und Anbieter; 40 Prozent erstellen
zudem eigenes zielgruppenspezifisches
Informationsmaterial.
Die Absatzentwicklung wird von den Maklern
weiterhin positiv eingeschätzt: Der allgemeine
Absatz-Index im Privatkundengeschäft - der sich aus der
Einschätzung der Absatzentwicklung für das
zurückliegende Quartal und der Absatzerwartung für das
Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr zusammensetzt -
liegt für das 2. Quartal bei plus 25 Indexpunkten
(Wertbereich von minus 100 für stark abnehmend bis plus
100 für stark wachsend). Damit setzt sich die positive
Stimmung des ersten Quartals 2006 (+32) weitgehend fort.
Insgesamt gehen knapp zwei Drittel der befragten Makler
für das Gesamtjahr von zumindest leicht anziehenden
Umsätzen aus. Der Einbruch und die Verunsicherung aus
2005 scheinen somit endgültig überwunden. Ein ähnlich
positives Bild zeigt sich auch im Firmenkundengeschäft
mit aktuell plus 27 Indexpunkten (Vorquartal: +36).
Die bisher sehr dynamische Nachfrage von
Lebens- und Renten-Versicherungsprodukten beruhigt sich
aus Maklersicht allmählich. Neben der
Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei vier von fünf
Maklern stark nachgefragt wird, haben sich die
fondsgebundenen Leben- und Rentenprodukte mittlerweile
etabliert: 40-50 Prozent bestätigen hier eine starke
Nachfrage. Gleichzeitig schätzt die Hälfte der befragten
Makler auch die Nachfrage nach der
Risiko-Lebensversicherung als besonders häufig ein.
Das kommende Makler-Absatzbarometer
III/2006 erscheint im Oktober 2006. Das
Makler-Absatzbarometer mit differenzierten Ergebnissen
nach Sparten, Produkten, Regionen sowie nach der
psychonomics Makler-Typologie ist als Einzelstudie oder
im Rahmen eines vergünstigten Jahresabos über die
psychonomics AG erhältlich.
Für Versicherungsunternehmen besteht
fortlaufend die Möglichkeit, exklusive Zusatzfragen im
Rahmen des vierteljährlichen Makler-Absatzbarometer-Bus
zu schalten. Allgemeine Studieninfo (pdf):
http://www.psychonomics.de/downloads/makler_absatzbarometer_und_panel.pdf
Kontakt: Thomas Donath (Studienleiter) - thomas.donath@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-383.
top ÜBERBLICK: PSYCHONOMICS
MAKLER-MARKTFORSCHUNG
Die anhaltende Vorherrschaft des
Ausschließlichkeitsvertriebs im deutschen
Versicherungsmarkt versperrt mitunter den Blick auf
aktuelle Entwicklungen im Maklervertrieb. Dessen
Akzeptanz ist - wie der "Kundenmonitor Assekuranz" im
Längsschnitt belegt - bei den Versicherten im letzten
Jahrzehnt deutlich gestiegen. Und immerhin hatten 2005
bereits acht Prozent der Deutschen
Versicherungs-/Finanzprodukte einmal über unabhängige
Makler erworben.
Damit wächst auch die Bedeutung
professioneller Makler-Marktforschung, zu der seit 2001
das vierteljährliche Makler-Absatzbarometer von
psychonomics (www.psychonomics.de/maklerabsatzbarometer.pdf)
beiträgt. In diesem Rahmen wurden - neben dem Kernmodul
der differenzierten Untersuchung aktueller und
zukünftiger Absatzentwicklungen im Maklervertrieb - seit
2003 folgende Vertiefungsthemen aus Maklersicht
untersucht:
- Anbahnung Makler-Versicherer: Vom
Erstkontakt bis zur Courtagezusage - Was macht Produkte im Maklervertrieb
attraktiv? - Informations- und Kommunikationsverhalten
von Maklern - Materialien zur Verkaufsförderung
- Auswirkungen der Besteuerung privater
AV-Produkte - Nutzung und Beurteilung von
Makler-Extranets - Media-Analyse: Welche
Zeitschriften/Zeitungen lesen Makler beruflich?
- Kfz-Versicherung: Vermittlungsstrategien
und Produktanforderungen - Nutzung von Unternehmens- und
Finanzratings / Erwartung an Private RV - Berufsunfähigkeitsversicherungsprodukte
aus Maklersicht - Zielgruppenorientierung im Maklervertrieb
Die Ergebnisse zu den Vertiefungsthemen des
"Makler-Absatzbarometer" sind als einzelne Themenreports
oder Sammelband über psychonomics beziehbar. Sie liefern
gezielte Expertisen für die Optimierung der
Makler-Betreuung aus erster Hand.
Kontakt: Thomas Donath (Studienleiter) - thomas.donath@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-383.
Regelmäßige unternehmensspezifische
Makler-Befragungen sind im psychonomics
Makler.Onlinepanel möglich (www.psychonomics.de/maklerpanel).
top ASSEKURANZ AWARD AUSTRIA 2006:
TOP-VERSICHERER AUS MAKLERSICHT
Die Ergebnisse der vom Österreichischen
Versicherungsmaklerring ÖVM (http://www.oevm.at/) initiierten und
von psychonomics durchgeführten Studie "Assekuranz Award
Austria 2006" (AAA 2006) wurden Ende April auf dem ÖVM
FORUM 2006 in Linz präsentiert.
Es handelt sich um die 2. Auflage der
größten Benchmarkstudie zur Produkt- und Servicequalität
der österreichischen Assekuranzen. Insgesamt wurden 45
Versicherungsgesellschaften differenziert nach fünf
zentralen Sparten von 390 unabhängigen
Versicherungsmaklern beurteilt. Damit liegt ein
umfassendes Bild der Angebotsqualität von
Versicherungsgesellschaften vor, die mit unabhängigen
Maklern zusammenarbeiten. In die Bewertung gingen ein
Gesamturteil sowie Einzelurteile zu zehn
Leistungsbereichen ein: Produktqualität, Preise und
Prämien, Leistungs- und Schadenregulierung, Image bzw.
Ruf, Polizzierung, Maklerbetreuung, Erreichbarkeit,
Extranet bzw. Maklerportal, Courtageabwicklung und
Software-Angebote. Erstmals wird in diesem Jahr auf
Basis des "AAA-Index" auch ein Gütesiegel vergeben.
Pressemitteilung zu den Ergebnissen des AAA
2006: www.psychonomics.de/aaa2006pressemitteilung.pdf
Weitere Studieninfo und Bestellung: www.psychonomics.de/aaa2006studiensteckbrief.pdf
Kontakt: Mag. Gabriele Bayer - gabriele.bayer@psychonomics.at - Tel.:
+43 (0)1 798 59 28 - 1011.
top ANLAGEBERATUNG IM INTERNET
Direktbanken sind mit ihren Websites für
Internetnutzer oft alles andere als einladend und zeigen
Schwächen im Bereich Online-Anlageberatung. Dies zeigt
die aktuelle psychonomics Studie "Sind Direktbanken
beratungstauglich? Anlageberatung im Internet". Dabei
wurden die Online-Angebote von Cortal Consors, ING-DiBa,
S-Broker, Deutsche Bank maxblue, comdirect bank und DAB
bank von mehr als 350 Teilnehmern des psychonomics
Online-Panel einem Nutzer-Test unterzogen. Fazit: Im
Internetvertrieb von Finanzprodukten liegen immer noch
Umsatzpotentiale brach. Die Studie ist jetzt über
psychonomics erhältlich. Weitere Info: www.psychonomics.de/trade/productview/130/1/
Kontakt: Christian Escher (Studienleiter) -
christian.escher@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-323.
top HOHES ABSATZPOTENTIAL IM FLACHBILD-TV-MARKT
Zwei von fünf Internetnutzern (43%) in
Deutschland beabsichtigen, noch in diesem (12%) oder in
den kommenden Jahren (31%) einen Flachbild-Fernseher zu
erwerben. Mehr als die Hälfte (57%) zeigten
diesbezüglich noch keine Kaufneigungen; nur jeder Vierte
schließt jedoch einen Kauf in absehbarer Zeit gänzlich
aus. Weniger als jeder Zehnte (8%) verfügt nach eigenen
Angaben bereits über ein Flachbild-TV-Gerät im eigenen
Haushalt.
Die Absicht, noch in diesem Jahr einen
Flachbild-Fernseher zu kaufen, ist unter den das
Internet nutzenden Verbrauchern in Westdeutschland (13%)
fast doppelt so stark ausgeprägt wie in Ostdeutschland
(7%).
Dies ergab eine für das Internet nutzende
Verbraucher repräsentative Befragung von psychonomics im
Online-Haushaltspanel der Webfrager GmbH (http://www.webfrager.de/). Rund 1.000
Personen im Alter von 16-65 Jahren wurden Mitte Juli
befragt. Internetnutzer machen in Deutschland derzeit
knapp 60 Prozent der erwachsenen Wohnbevölkerung aus.
Die Kaufbereitschaft für
Flachbild-Fernseher hat sich nach dem Ende der
Fußball-Weltmeisterschaft weiter verstärkt: Während kurz
vor Beginn der WM "nur" 28 Prozent Kaufinteresse
signalisierten, sind es kurz danach 43 Prozent. Mit dem
Ende der WM ist offenbar auch die Erwartung weiter
sinkender Preise gestiegen: Kurz vor der Fußball-WM
zeigten sich bereits drei von vier Verbrauchern (75%)
überzeugt, dass die Preise für Flachbild-Fernseher nach
deren Ende fallen werden.
Wann allerdings die vielen erst
mittelfristig kaufbereiten und stärker preissensiblen
Konsumenten ihre Kaufabsichten verwirklichen werden, ist
noch offen. Das Argument der bevorstehenden
Mehrwertsteuererhöhung reicht hier als zusätzlicher
Kaufanreiz offenbar nicht aus. Zumal der kontinuierliche
Preisverfall im dynamischen und hart umkämpften
Flachbild-TV-Markt mittelfristig wohl deutlich über dem
Umfang der Mehrwertsteuererhöhung liegen wird.
Insgesamt betrachtet weisen die
Umfrageergebnisse auf kurz- und mittelfristig gute
Absatzchancen im Flachbild-TV-Markt hin. Die Zeit des
Massenmarktes hat gerade erst begonnen - eine
Marktsättigung wie in anderen Bereichen der Consumer
Electronics liegt noch in weiter Ferne.
Interview zur Studie: www.psychonomics.de/interview-flachbild-tv.pdf
Kontakt: Daniela Jochlik (Senior
Projektmanagerin) - daniela.jochlik@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-335.
top SELTEN KFZ-VERSICHERUNGSABSCHLUSS ÜBER
AUTOHÄNDLER
Nicht zuletzt aufgrund der nach wie vor
hohen Vertreterorientierung der Versicherungskunden in
Deutschland kommt dem Abschluss von Kfz-Versicherungen
über Autohändler im internationalen Vergleich bisher nur
geringe Bedeutung zu: Nur jeder zwanzigste Autokäufer,
der seinen privaten Pkw über ein Autohaus bezieht,
schließt dort auch eine entsprechende Kfz-Versicherung
ab. Und nicht einmal jedem zweiten Käufer wird der
Abschluss im Autohaus überhaupt angeboten.
Während Toyota-Händler ihren Kunden
vergleichsweise häufig (61%) den Abschluss einer
Kfz-Versicherung anbieten, sind Opel- und
Mercedes-Händler hiermit deutlich zurückhaltender: Nur
in weniger als jedem dritten Fall wird den Käufern ein
Versicherungsangebot gemacht (Quelle: psychonomics
Kundenmonitor Assekuranz 2006).
Kontakt: Christoph Müller (Studienleiter) -
christoph.mueller@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-328.
++++++ ORGANISATIONSFORSCHUNG ++++++
top UNTERNEHMENSKULTUR IN DEUTSCHLAND
Im Auftrag des Bundesministeriums für
Arbeit und Soziales (BMAS) führt psychonomics derzeit
das Forschungsprojekt "Unternehmenskultur in
Deutschland" durch.
Nachdem sich bereits im jährlichen
Wettbewerb "Deutschlands Beste Arbeitsgeber" immer
wieder deutlich zeigt, dass sich Unternehmen mit einer
besonders positiven, attraktiven Arbeitsplatzqualität
durch besonders hohes Engagement der Mitarbeiter
auszeichnen, wird nun erstmalig in einer deutschlandweit
repräsentativen Grundlagenstudie eine Bestandsaufnahme
der Unternehmenskultur erstellt und der Zusammenhang des
Unternehmenserfolgs mit der Unternehmenskultur
untersucht.
Bis zum Herbst 2006 werden etwa 50.000
Mitarbeiter aus rund 300 nach einem Quotenplan zufällig
ausgewählten Unternehmen zu zentralen Gesichtspunkten
der Unternehmenskultur befragt. Mittels
Managementbefragungen werden zentrale wirtschaftliche
Kennzahlen und die Ausrichtung der Personal- und
Führungsarbeit in den Unternehmen erfasst.
Die Ergebnisse werden im Rahmen einer
europäischen Veranstaltung des BMAS im Mai nächsten
Jahres anlässlich der Übernahme des EU-Vorsitzes durch
Deutschland präsentiert.
Kontakt für weitere Informationen: Frank
Hauser (Studienleiter) - frank.hauser@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-334.
top "DEUTSCHLANDS BESTE ARBEITGEBER" -
WETTBEWERB 2007 LÄUFT
Der Great Place to Work(r) Wettbewerb
"Deutschlands Beste Arbeitgeber" (http://www.greatplacetowork.de/)
befindet sich in seiner nächsten Runde: Alle Unternehmen
mit Sitz in Deutschland und mindestens 50 Mitarbeitern
haben wieder die Möglichkeit, an der jährlich vom Great
Place to Work(r) Institute Deutschland, c/o psychonomics
AG, durchgeführten Benchmark-Studie zur Qualität der
Arbeitsplatzkultur teilzunehmen und sich um das begehrte
Gütesiegel "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2007" zu
bewerben. Anmeldungen sind fortlaufend noch bis zum 30.
September 2006 möglich.
Die Wettbewerbssieger qualifizieren sich
gleichzeitig für den europäischen Gesamtwettbewerb
"Beste Arbeitgeber in Europa 2007" (http://www.greatplacetowork-europe.com/),
an dem Unternehmen aus 15 Ländern teilnehmen. Die
Auszeichnung der Liste der 100 besten Arbeitgeber findet
im Februar 2007 in Berlin statt (Veröffentlichung im
Wirtschaftsmagazin "Capital"). Die 100 besten
Arbeitgeber Europas werden im Mai 2007 prämiert.
Besondere Bedeutung hat der Great Place to Work(r)
Wettbewerb aufgrund der wachsenden Bedeutung der
Attraktivität der Unternehmen als Arbeitgeber im
internationalen Wettstreit um besonders talentiertes,
motiviertes und leistungsstarkes Fach- und
Führungspersonal.
Kooperationspartner von "Deutschlands Beste
Arbeitgeber" ist die Initiative Neue Qualität der Arbeit
(INQA) des Bundesarbeitsministeriums (http://www.inqa.de/) und das
Wirtschaftsmagazin "Capital" (www.capital.de/) als Medienpartner.
Sponsorpartner ist die Asstel Versicherungsgruppe (http://www.asstel.de/). Unterstützt
wird der größte Wettbewerb seiner Art zudem vom
Seminaranbieter ManagementCircle (http://www.managementcircle.de/) sowie
vom internationalen Karriereportal Stepstone (http://www.stepstone.de/).
Kontakt und Anmeldung: Great Place to
Work(r) Institute Deutschland, c/o psychonomics AG - info@greatplacetowork.de - Tel.: +49
(0)221 42061-0.
top QUALIFIZIERTE RUHESTÄNDLER ATTRAKTIV FÜR
MITTELSTAND
Eine Studie von psychonomics unter 400
mittelständischen Unternehmen in Kooperation mit der
Deutschen Seniorenliga (DSL) (http://www.deutsche-seniorenliga.de/)
zeigt, dass trotz weiterhin hoher Arbeitslosigkeit und
zurückhaltender Beschäftigungsplanungen der
Fachkräftemangel in Deutschland bereits jetzt ein
ernsthaftes Problem darstellt: 68 Prozent der befragten
Mittelständler geben an, aktuell oder in naher Zukunft
Probleme bei der Besetzung von Fach- und Führungskräften
zu haben. 42 Prozent der Unternehmen können jetzt schon
offene Stellen im Management, in der Produktion und im
Vertrieb nicht mehr besetzen, weil der Arbeitsmarkt
ihren Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern nicht mehr
abdeckt.
Auffällig ist zudem, dass der Engpass nicht
mehr nur wie noch vor Jahren in
mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch
orientierten Bereichen, sondern auch für allgemeine
Führungs- und Managementfunktionen gesehen wird.
Insgesamt fühlt sich jeder zweite mittelständische
Betrieb schlecht auf den demografischen Wandel
vorbereitet.
Um den damit verbundenen Problemen zu
begegnen, wurde von der DSL die von Commerzbank,
HypoVereinsbank und Pfizer Deutschland unterstützte
Initiative CErfahrung Deutschland" (http://www.erfahrung-deutschland.de/)
mitentwickelt, die gut ausgebildete Fach- und
Führungskräfte im Ruhestand an mittelständische
Unternehmen vermittelt. Und damit ganz offenbar auch
deren Wünschen entspricht: Jeder zweite der insgesamt
400 befragten Mittelständler will zukünftig verstärkt
die Kompetenz erfahrener, gut qualifizierter
Ruheständler nutzen. Die Chance des Mittelstandes
scheint also im positiven Sinne "alt" auszusehen.
Kontakt für weitere Informationen: Frank
Hauser (Studienleiter) - frank.hauser@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-334.
top PROJEKTBERICHT:
FÜHRUNGSKRÄFTE-NACHFOLGEPLANUNG MIT DEM PSYCHONOMICS
ASSESSMENT.CENTER
Die Anwendungsfelder des Assessment.Center
von psychonomics liegen je nach Anforderung im Bereich
der Personalauswahl, der Potenzialanalyse oder im Rahmen
von Management-Audits.
In einem kürzlich durchgeführten Projekt
für die Kreissparkasse Eichsfeld in Thüringen bestand
die Herausforderung nun darin, eine unternehmensinterne
Potenzialanalyse für die Nachfolgeplanung im
Führungskräftesektor durchzuführen. Im ersten Schritt
wurde dazu gemeinsam mit dem Top-Management eine
Anforderungsanalyse zur Bestimmung der für die
zukünftige Unternehmensentwicklung erfolgsrelevanten
Führungskompetenzen durchgeführt. Auf dieser Basis
erfolgte der genaue Zuschnitt der Inhalte eines
eintägigen AC, innerhalb dessen die Teilnehmer (interne
"High Potentials") drei breit gefächerte und
gleichzeitig unternehmensspezifisch fokussierte
Führungsaufgaben zu bearbeiten hatten:
Die erste Aufgabe erforderte die
Entwicklung einer strategischen Positionierung für die
Kreissparkasse Eichsfeld und deren Präsentation.
Charakteristikum der Übung war die besonders hohe
Authentizität im Hinblick auf das tatsächliche
Aufgabenprofil: Die verwendeten Materialien für die
Strategiefindung waren reale betriebswirtschaftliche
Kennziffern des Unternehmens sowie aktuelle Ergebnisse
einer Kundenzufriedenheitsmessung und einer
Mitarbeiterbefragung. Die Informationen sollten in ihren
Zusammenhängen analysiert und in einer integrierten
Strategie ausgearbeitet werden.
Anhand der darauf folgenden
Personalentscheidungsaufgabe, die im Rahmen einer
Gruppenübung zu treffen war, wurde die Konfliktfähigkeit
der Teilnehmer und die Nachhaltigkeit ihrer
Entscheidungen beobachtet. Die Übung sah vor, auf Basis
vorgegebener Personalprofile für zwei vakante Positionen
die am besten geeigneten Kandidaten zu identifizieren
und verbindliche Entscheidungen zu treffen. In der
dritten Aufgabe waren Zielvereinbarungsgespräche mit
gegenüber einem praktizierten Zielvereinbarungssystem
kritisch eingestellten Mitarbeitern zu führen.
Eine Besonderheit des durchgeführten
Assessment.Center war zudem die Integration eines
ausführlichen biografischen Fragebogens, der von den
Teilnehmern in den AC-Pausen zu beantworten war. Hierbei
wurden die Stärken und Schwächen, Meilensteine der
persönlichen und beruflichen Entwicklung sowie die
Karriereziele der angehenden Führungskräfte
differenziert abgefragt.
Im Anschluss an das AC fand eine
Assessorenkonferenz statt, in der anhand eines
speziellen AC-Unterstützungstools die Teilnehmerprofile
interaktiv dargestellt. Das System erlaubt zudem,
Bewertungsmuster einzelner Assessoren zu analysieren und
anhand von Gütekriterien zu bestimmen, wie gut die
Beobachterübereinstimmung ausfällt. Zudem wurden die
Ergebnisse des biographischen Fragebogens den
Beobachtungsergebnissen gegenüber gestellt. Auf diese
Weise konnten Selbstbild und Fremdbild in ihrem
Zusammenspiel betrachtet und auf Schlüssigkeit und
Übereinstimmung hin überprüft werden.
Sowohl die als Führungskräfte-Workshop im
Vorfeld des ACs mit dem Top-Management durchgeführte
Anforderungsanalyse als auch die Beobachter- und
Feedback-Aufgabe des Top-Managements im AC-Prozess
trugen dazu bei, die im Unternehmen explizit oder und
implizit vorhandenen Führungsgrundsätze im Hinblick auf
die zukünftigen Entwicklungsaufgaben zu hinterfragen und
weiterzuentwickeln. Auf diese Weise konnte die
Kreissparkasse Eichsfeld durch das AC-Projekt nicht nur
die für die Nachfolgeplanung geeigneten Kandidaten
identifizieren, sondern auch einen wichtigen Schritt in
der weiteren Entwicklung des gemeinsamen
Führungsverständnisses vollziehen.
Kontakt zur Kreissparkasse Eichsfeld:
Thomas Heine (Personal / Aus- und Fortbildung) - thomas.heine@kreissparkasse-eichsfeld.de
- Tel.: +49 (0)36074/91-441.
Kontakt bei psychonomics: Dr. Karsten
Schulte (Senior Projektmanager) - karsten.schulte@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-457.
Präsentation psychonomics Assessment.Center
(pdf): http://www.psychonomics.de/assessmentcenter/praesentation
++++++ PARTNER-NEWS ++++++
top SERVICERATING: ERFOLGREICHES ERSTES
HALBJAHR
Nach einem arbeitsintensiven ersten
Halbjahr kann die ServiceRating GmbH (http://www.servicerating.de/), eine
Tochter von psychonomics und Assekurata, auf eine Reihe
erfolgreich durchgeführter Projekte zurückblicken:
Jüngst wurde für die ASSTEL
Versicherungsgruppe das erste Folge-Rating
abgeschlossen. Der Direktversicherer erhielt für seine
Servicequalität das Testurteil "sehr gut" und eine
Auszeichnung mit vier (von maximal 5 möglichen) Kronen.
Aufgrund der konsequenten Umsetzung der aufgezeigten
Optimierungspotenziale konnte das Unternehmen das
Ergebnis des Vorjahres-Ratings um eine
Qualitätskategorie verbessern. Hier zeigt sich, dass das
Rating zum Kundenservice nicht nur dem einmaligen
Imagegewinn nach außen dient (und dienen sollte). Die
interne Akzeptanz der Rating-Methode führt vielmehr zu
nachhaltiger Qualitätsverbesserung und einer dauerhaften
Verbesserung der Marktposition des Unternehmens.
Darüber hinaus wurde erstmals die Qualität
des Kundenservice für einen umgrenzten
Organisationsbereich eines Unternehmens geratet: Der
"Selbständige Außendienst" (SAD) der Gothaer
Versicherungsbank VVaG erzielte das Rating-Urteil "sehr
gut". Das Testergebnis dokumentiert eine sehr gute
Servicequalität des Versicherungsaußendienstes in allen
drei zentralen Qualitätsdimensionen: Servicemanagement,
Service- und Beratungsleistungen und Servicewirksamkeit.
Neben weiteren Rating-Projekten führte
ServiceRating im ersten Halbjahr zudem Eigenstudien zur
Servicequalität in Baumärkten, in Modegeschäften sowie
im Lebensmittel-Einzelhandel durch (Studien über
ServiceRating erhältlich).
Schließlich gibt es noch Aktuelles aus dem
Expertenbeirat: Mit Professor Dr. Christoph J. Börner,
Leiter des Lehrstuhls für Finanzdienstleistungen an der
Universität Düsseldorf, und Professor Horst-Richard
Jekel, Dozent für Dienstleistungsmarketing an der
Berufsakademie Mannheim und der Bankakademie Frankfurt,
sind zwei weitere Mitglieder dem jetzt fünfköpfigen
Beirat von ServiceRating beigetreten. Dem Gremium
obliegt eine qualitätssichernde Funktion in der
Definition und Ausgestaltung der Rating-Verfahren für
einzelne Branchen.
Mit zuversichtlichem Blick nach vorn, und
mit besonderem Fokus auf die Ausweitung der
Service-Ratings auf weitere Branchen, freut sich das
noch junge Unternehmen auf eine spannende zweite
Jahreshälfte.
Kontakt: Dr. Claus Dethloff - dethloff@servicerating.de - Tel.: +49
(0)221 1688 288-20.
top COMEMA AG: BRANCHENMONITOR
UNFALLVERSICHERUNG
Die Unfallversicherung als viertgrößter
Versicherungszweig im Komposit-Bereich glänzte lange
durch hohe versicherungstechnische Gewinne bei geringen
Ergebnisvolatilitäten. Davon profitierten (und
profitieren) vor allem jene Unternehmen, deren
Unfallgeschäft den Schwerpunkt im Privatgeschäft bildet.
Erstaunlicherweise lassen sich trotz hoher
Profitabilität allerdings nur vergleichsweise geringe
Marktbewegungen beobachten: Acht Einzelgesellschaften
vereinen einen kumulierten Marktanteil von über 50
Prozent in der Unfallsparte auf sich - für deutsche
Verhältnisse ein außerordentlich hoher
Konzentrationsgrad!
Auch wenn die Unfallversicherung weiterhin
zuverlässig versicherungstechnische Gewinne
erwirtschaftet, stellt sich der Markt heute allerdings
nicht mehr so rosig dar wie in den letzten Jahren. Dies
liegt zum einen an der zunehmend angespannten Situation
der privaten Haushalte, zum anderen dauert der
"Konkurrenzkampf" mit der Berufsunfähigkeitsversicherung
an: Die Tatsache, dass beide Versicherungen sich
wechselseitig ergänzen, aber eigenständige Aufgaben
erfüllen, ist im Bewusstsein der breiten Bevölkerung
immer noch wenig angekommen - es herrscht das
"Entweder-Oder"-Prinzip. So kommt es zu einem Wettbewerb
um Marktpotenziale, die für die Unfallversicherung
längst noch nicht ausgeschöpft erscheinen.
Vor diesem Hintergrund hat das Leipziger
Institut für Markt- und Unternehmensanalysen COMEMA AG
(http://www.comema.de/), eine Tochter
der psychonomics AG, im Frühjahr 2006 eine Studie zur
Entwicklung auf dem Unfallversicherungsmarkt
durchgeführt: Der "Branchenmonitor Unfallversicherung"
vergleicht dabei die 50 größten deutschen
Unfallversicherer im Zeitraum von 2000 bis 2004.
Methodisch wurde besonderer Wert darauf gelegt, nicht
nur die isolierten Jahresabschlusskennzahlen zu
betrachten und vielmehr grundsätzliche und empirische
Erkenntnisse aus der Marktforschung, insbesondere aus
Kundenbefragungen, systematisch in die Marktanalyse mit
einfließen zu lassen. Durch die Integration der beiden
Datenquellen ließen sich differenzierte Hinweise für
Erfolg versprechende Strategien und Positionierungen der
Unfallversicherer im Markt ableiten.
Einige Studienergebnisse: Wie erwartet
zeigt sich, dass Unfallversicherer mit einer Combined
Ratio von über 100 Prozent eher die Ausnahme darstellen.
Zudem konnten die Anschläge des 11. September 2001,
Stürme und das Elbhochwasser von 2002 der
Unfallversicherung nur wenig anhaben: mit einer Combined
Ratio von marktdurchschnittlich 84 Prozent (2004) liegt
sie weit vor den meisten anderen Versicherungszweigen im
Kompositgeschäft. Ein erstaunlich positives Bild ergibt
sich auch bei Betrachtung der Kundenzufriedenheit: 95
Prozent der Kunden beurteilen ihren Unfallversicherer
mindestens mit "gut". Gleichzeitig bestehen zwischen
einzelnen Gesellschaften allerdings deutliche
Unterschiede in der Kundenstruktur.
Die Studie "Branchenmonitor
Unfallversicherung" ist über die COMEMA AG bestellbar.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Sandra Meyer - meyer@comema.de - Tel.: +49 (0)341 -
355 90 357.
++++++ METHODEN UND KONZEPTE ++++++
top CONJOINT-ANALYSE FÜR STERNEKÖCHE - TEIL III
In der letzten Ausgabe des psychonomics
Newsletters wurde im Rahmen der kleinen Kochrezept-Serie
zu den wichtigsten Aspekten und Zutaten des Einsatzes
von Conjoint-Analysen in der Produktentwicklung die
"Abhängigkeit von Merkmalen" behandelt. Heute steht das
Thema "Bandbreiteneffekte" auf der Speisekarte:
Bandbreiteneffekte bei der Wahl der
Merkmalsausprägungen werden durch besonders wichtige
Merkmale verursacht und treten häufig im Zusammenhang
mit dem Produktmerkmal "Preis" auf. Ein kulinarisches
Beispiel soll dies verdeutlichen: Auf der realen
Speisekarte eines Restaurants können die Preise für
komplette Gerichte zum Beispiel zwischen 20 und 40 Euro
variieren. Wird in einer Conjoint-Analyse zur Bestimmung
des Attraktivitätsniveaus unterschiedlicher Gerichte und
Zutaten neben dem Preis jedoch lediglich das Merkmal
"Beilagen-Art" (Reis, Kartoffeln, Nudeln etc.) variiert,
macht es wenig Sinn, den Preis in seiner vollen realen
Bandbreite (20 bis 40 Euro) zu variieren, da die
unterschiedlichen Beilagen einen solchen
Preisunterschied nicht kompensieren können. Der Preis
würde in diesem Fall das andere Merkmal (Beilagenart) so
stark dominieren, dass kein Trade-Off mehr zwischen
diesen Merkmalen stattfindet. Folge: Die Relevanz beider
Merkmale würde nur sehr unscharf bestimmt. Daher sollte
sich die Bandbreite des Preises in diesem Beispiel
besser an der Kostendifferenz zwischen der günstigsten
und der teuersten Beilage orientieren.
Im "Kochrezept IV" des kommenden
Newsletters wird erläutert, wie sich der
"Attributstufeneffekt" bei der Auswahl von
Merkmalsausprägungen auswirkt und wie ihm
entgegengewirkt werden kann.
Kontakt für weitere Informationen zum
Einsatz von Conjoint-Analysen: Sabine Pützfeld - sabine.puetzfeld@psychonomics.de -
Tel: +49 (0)221-42061-577
top AUSSCHÖPFUNGSQUOTEN IN "SCHWIERIGEN"
ZIELGRUPPEN
Die Zahl der B2B- und
B2C-Marktforschungsstudien in besonders attraktiven
Zielgruppen hat in den letzten Jahren kontinuierlich
zugenommen. Als Folge dieser Entwicklung hat die
Bereitschaft, an solchen Untersuchungen mitzuwirken,
ebenso stetig abgenommen. Attraktive Zielgruppen sind
für die Marktforschung daher oft auch "schwierige"
Zielgruppen. Nicht selten sind Befragungen hier nur noch
mit hohem Zeit- und Geldaufwand realisierbar. Im
Folgenden möchten wir verschiedene Befragungsmethoden
mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen diskutieren:
Wenn bestimmte Zielgruppen häufiger
untersucht werden sollen, bieten sich Befragungen in
einem exklusiven (Kunden-/Zielgruppen-) Panel an: Über
unterschiedliche Anreizsysteme und eine aktive Betreuung
der Panel-Teilnehmer kann hier zumeist sowohl eine
höhere Ausschöpfung als auch eine schnellere Umsetzung
der Marktforschung erzielt werden. Die Akzeptanz zur
Panelteilnahme ist in der Regel recht hoch:
Kundenbefragungen werden in vielen Fällen als Zeichen
besonderer Wertschätzung seitens des Unternehmens
betrachtet. Gleichzeitig ist der Aufbau exklusiver
Panels jedoch mit vergleichsweise hohen Kosten für
telefonische Rekrutierung und Incentive-Modelle
verbunden. Daher sollte den Panel-Teilnehmern auch
tatsächlich die Möglichkeit gegeben werden, regelmäßig
an Befragungen teilzunehmen, da das Panel sonst schnell
wieder "einschläft".
Als ein gelungenes Beispiel für die
Realisierung effizienter Befragungen in besonders
schwierigen Zielgruppen im B2B-Umfeld kann das
psychonomics Makler.Onlinepanel (www.psychonomics.de/maklerpanel)
dienen, dessen Größe durch gezielte
Rekrutierungsmaßnahmen kontinuierlich gesteigert werden
konnte. Damit ist die kurzfristige Durchführung von
Makler-Befragungen zu unterschiedlichsten Themen
möglich, die mit externem Adressmaterial aufgrund
kontinuierlich sinkender Teilnahmebereitschaft kaum noch
realisierbar wären. Zudem besteht die Möglichkeit,
anhand umfangreicher Informationen über die
Panelteilnehmer - wie etwa Kunden- oder
Produktschwerpunkte, vermittelte Anbieter oder
Betriebsgröße - ganz spezielle Zielgruppen innerhalb des
Panels zu definieren. Bei Befragungen im psychonomics
Maklerpanel kann so von Responsequoten von 60 Prozent
und mehr ausgegangen werden.
Das "Luxus-Modell" exklusiver Kunden- bzw.
Zielgruppen-Panels lohnt für die kontinuierlich
angelegte Erforschung und Gestaltung der
Kundenbeziehungen. Für viele Unternehmen ist dies unter
Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten oft aber auch zu
aufwändig. Daher werden viele marktforscherische
Fragestellungen zumeist über Ad-hoc-Befragungen
(telefonisch oder online) zu beantworten gesucht. Auch
hierbei muss im Hinblick auf die Ausschöpfungsquoten
allerdings auf Einiges geachtet werden - vor allem bei
"kalter" Ansprache:
Die Erfahrungen von psychonomics mit
Ad-hoc-Online-Zufriedenheitsstudien im B2B-Sektor mit
"kalter" Ansprache via E-Mail zeigen, dass die
Ausschöpfung hier kaum über 30 Prozent hinausgeht. Im
Vergleich dazu wird bei der CATI-Rekrutierung oft ein
fast doppelt so hoher Rücklauf erzielt. Trotz guter
Erreichbarkeit von B2B-Zielpersonen via E-Mail hat die
Online-Rekrutierung bei "kalter" Ansprache einige
Schwierigkeiten: Online-Befragungen erreichen
beispielsweise nicht die Verbindlichkeit eines
persönlichen oder telefonischen Interviews. E-Mails
lassen sich leichter ignorieren, als sich eine Teilnahme
am Telefon offen ablehnen lässt. Zudem reagieren die
E-Mail-Empfänger in der Regel in dem schnellen und
flüchtigen Medium entweder spontan und zügig auf
Einladungen zur Befragungsteilnahme oder aber vergessen
den Inhalt schnell wieder. Bei telefonischen Kontakten
werden hingegen "fassbare" Termine vereinbart und bei
Abwesenheit der Befragten wird "nachgefasst". Bestimmte
Zielgruppen nehmen bei "kalter" Ansprache per E-Mail
auch grundsätzlich seltener an Umfragen teil. Darüber
hinaus werden je nach Absender (E-Mail-Domain) die
E-Mail-Einladungen von automatischen Spam-Filtern
abgefangen und gelangen erst gar nicht in den
Posteingang der Zielpersonen. Die an sich sehr gute
Erreichbarkeit von B2B-Zielgruppen via E-Mail führt also keineswegs automatisch
auch zu einem zufriedenstellenden Response bei
Befragungen.
Empfehlenswert ist: Im Falle kleiner
Grundgesamtheiten sollte insbesondere in "schwierigen"
Zielgruppen - sofern keine (Online-)Panel-Befragung
erfolgt - vorzugsweise die CATI-Methode zum Einsatz
kommen, um ein hinreichendes Mengengerüst zu generieren;
eine Online-Durchführung ist hier nur bei telefonischer
Vorrekrutierung sinnvoll. Bei großen Grundgesamtheiten
lassen sich hingegen auch mit niedrigerem Response
bereits ausreichende Fallzahlen erzielen. Wie auch bei
der CATI-Methode ist hier jedoch sicherstellen, dass es
nicht zu systematischen Stichproben-Verzerrungen kommt
(bspw. weil bestimmte Kundensegmente wegen mangelhafter
IT-Infrastruktur nicht teilnahmefähig oder weniger
teilnahmebereit sind).
Mit Multi-Mode-Designs können die
Response-Quoten bei Online-Befragungen zusätzlich
optimiert werden: Im ersten Anlauf wird dabei ein Teil
der Interviews online realisiert. Nach maximal zwei
E-Mail-Remindern können im zweiten Schritt dann
CATI-Interviews oder telefonisches Nachfassen den
bisherigen Response steigern. Mit diesem gemischten
Vorgehen kann der Rücklauf gegenüber ausschließlich
"kalt" durchgeführter Online-Befragungen (ohne
telefonische Vorrekrutierung) verdoppelt werden.
Allerdings nivelliert sich bei diesem Ansatz auch der
ökonomische Vorteil der Online-Rekrutierung gegenüber
einer reinen CATI-Befragung.
Vor der Frage nach der Befragungsökonomie
sollte allerdings immer die nach den Befragungszielen
und der methodischen Qualität stehen: Denn "billige"
Marktforschung kann sehr schnell "teuer" zu stehen
kommen - vielmehr geht es nicht zuletzt bei der
Marktforschung in besonders attraktiven wie auch
"schwierigen" Zielgruppen um die Entwicklung eines
intelligenten Gesamtdesigns, das inhaltlichen,
methodischen und ökonomischen Zielen bestmöglich gerecht
wird. Um so besser, wenn dies besonders effizient
gelingt. Insgesamt haben alle skizzierten Vorgehensarten
ihre Berechtigung - die spezifischen Vor- und Nachteile
sind im Einzelfall individuell zu beurteilen.
Ansprechpartner für
Qualitätsmanagementstudien in "schwierigen" Zielgruppen
im B2B- und B2C-Bereich sind: Tanja Höllger (Senior
Projektmanagerin) tanja.hoellger@psychonomics.de und
Thomas Donath (Senior Projektmanager): thomas.donath@psychonomics.de - Tel.:
+49 (0)221 42061-0.
top CORPORATE CULTURE: SPEKTRALANALYSE DER
UNTERNEHMENSKULTUR
Überall dort, wo Menschen miteinander
interagieren, entsteht Kultur und kulturelles Wissen. In
Unternehmen erfolgen die sozialen Interaktionen auf
besonders intensive und komplexe Weise, so dass sich
hier Kulturen sehr spezifisch ausbilden und voneinander
unterscheiden, auch wenn sie natürlich in den
Gesamtrahmen "unserer" (westlichen, christlichen,
leistungsorientierten etc.) Kultur eingebettet bleiben.
Wie aber lässt sich erkennen, ob die eigene
Unternehmenskultur ausreichend prägnant und
handlungsleitend ist, ob sie die Motivation und
Identifikation der Mitarbeiter fördert, ob ihre Basis
ausreichend tragfähig und flexibel für die Bewältigung
zukünftiger Herausforderungen im Markt ist - oder ob sie
sich wandeln sollte, um längerfristig zu "überleben"?
Gemeinsame (implizite oder explizite)
Werte, Normen, Glaubenssätze und Philosophien im
Unternehmen lassen sich durch die Analyse der
Unternehmenshistorie, kommunizierter Leitbilder,
Visionen, Rollen- und Aufgabenverteilungen und der
Führungspraktiken eines Unternehmens verstehen und
gestalten. Darüber hinaus geben auch Strukturen
(Architektur, Symbole, Arbeitsprozesse etc.) und
konkrete Verhaltensweisen (Sprache, Kommunikation etc.)
Aufschluss über das kulturelle Fundament einer
Organisation.
Die von psychonomics entwickelte
"Spektralanalyse der Unternehmenskultur" ermöglicht die
Erfassung zentraler Kulturelemente über einen
integrierten Forschungsansatz: Vergleichend-messende
Analysen werden kombiniert mit einem Kultur-Auditing
sowie qualitativen Verfahren wie Biotischen Interviews
und audiogestützten Tagebuchaufzeichnungen. Auf diese
Weise wird eine gleichermaßen systematische wie
tiefgehende Analyse des gesamten
Unternehmenskulturspektrums ermöglicht. So lassen sich
auch mögliche Abweichungen ("Gaps") zwischen der
gelebten und der offiziell (etwa als Leitbild)
formulierten Kultur sowie Unterschiede in der
Wahrnehmung der Unternehmenskultur durch Führungskräfte
und Mitarbeitergruppen feststellen und in Austausch
bringen.
Mit ihrer hohen Aktualität und
Authentizität der Ergebnisse ebnet die Spektralanalyse
zudem den Weg von der Erforschung zur aktiven Gestaltung
der Unternehmenskultur - eine Herausforderung, die
beispielsweise im Rahmen von Fusions- oder
Neupositionierungsprozessen gemeistert werden muss. Die
Spektralanalyse wurde auf Basis einer umfangreichen
Grundlagenstudie entwickelt und stellt ein gleichermaßen
effektives wie effizientes Instrument zur
zielgerichteten Analyse und Entwicklung von
Unternehmenskulturen dar.
Weitere Informationen zum Vorgehen liefert
folgende Präsentation: www.psychonomics.de/spektralanalyse-unternehmenskultur.pdf
Kontakt für Fragen und weitere
Informationen: Jasmin Beckmann (Projektmanagerin) - jasmin.beckmann@psychonomics.de - Tel:
+49 (0)221-42061-452.
top ÜBERSICHT PSYCHONOMICS BUSBEFRAGUNGEN
psychonomics führt jährlich eine Reihe von
Studien durch, innerhalb derer exklusive Zusatzfragen
geschaltet werden können:
- Health Care Monitoring - Kundenmonitor Assekuranz - Gewerbekundenmonitor Assekuranz
- Makler-Absatzbarometer
Zudem bieten wir Banken und Versicherungen
die Möglichkeit, an spezialisierten Busstudien
teilzunehmen:
- Sitecockpit OnSite-Bus 2006 für Banken
und Sparkassen - Sitecockpit OnSite-Bus 2007 für
Versicherer - Printcockpit-Bus Assekuranz 2006
- Mailing-Bus für Banken und Sparkassen
2006
Einen ausführlichen Überblick über
Leistungen, Preise, Teilnahmebedingungen,
Ansprechpartner, etc. finden Sie als pdf-Datei unter: www.psychonomics.de/busbefragungen.pdf
++++++ PSYCHONOMICS INTERN ++++++
top GESCHÄFTSENTWICKLUNG VON PSYCHONOMICS:
ERFOLGREICHES 1. HALBJAHR
Die positive Geschäftsentwicklung der
psychonomics AG hat sich im 1. Halbjahr 2006
fortgesetzt: Der Umsatz lag rund 25 Prozent über dem
Vorjahreszeitraum. Besonders gut entwickelten sich die
HealthCare Marktforschung sowie die Handels- und
Konsumforschung. Themenseitig konnten insbesondere
Untersuchungen zum Kundenverhalten (Marktsegmentierung,
Zielgruppenmanagement und Kundenwert) sowie die
Organisationsforschung (v. a. Mitarbeiterbefragungen)
deutlich zulegen.
Ebenfalls erfreulich entwickelte sich das
2005 von psychonomics gemeinsam mit der
Ratinggesellschaft Assekurata gegründete
Tochterunternehmen ServiceRating.
top NEUES PROJEKTRATING BEI PSYCHONOMICS
Ab Herbst 2006 führt psychonomics ein
offenes projektspezifisches Rating ein, mit dem unsere
kundenseitigen Ansprechpartner die Qualität der Abläufe
und Ergebnisse der einzelnen Auftragsprojekte
unmittelbar nach Projektabschluss bewerten können.
Das neue Projektrating wird mittels eines
kurzen Online-Fragebogens durchgeführt und dient der
Ergänzung der breiter angelegten Eigenkundenbefragungen,
die im 1- bis 2-jährigen Turnus stattfinden. Ziel ist
eine noch stärkere Individualisierung und Feinsteuerung
unserer Prozesse und Reportings im Rahmen eines
optimierten CRM-Ansatzes. Daneben besteht selbstverständlich
weiterhin die Möglichkeit, ausführliche
Feedback-Gespräche zur vertiefenden Evaluation einzelner
Projekte mit unseren Projektleitern oder dem Management
zu vereinbaren.
Ansprechpartner für Rückfragen: Christian
Escher (Senior Projektmanager) - christian.escher@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-323.
top PSYCHONOMICS NEUKUNDEN
Als Neukunden aus den vergangenen Monaten
begrüßt psychonomics die Unternehmen: Alcatel Austria, AnyCare GmbH, A.T.U., Bayerische
Eisenbahngesellschaft, Bayerischer Rundfunk, Hessischer
Rundfunk, Hochtief, J.J. Darboven, Kieser Training,
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien, Medusana
Stiftung, Mercedes Benz Austria, Merz Pharmaceuticals,
Organon GmbH, RBB, SAT.1, Sparkasse Koblenz, SWR, ZDF
und weitere. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit.
top PERSONALIA-NEWS
* Dr. Katja Meier-Pesti, Senior
Projektmanagerin bei psychonomics Österreich, wurde am
21. Juni 2006 auf der Mitgliederversammlung des
Verbandes der Marktforscher Österreichs (VMÖ; http://www.vmoe.at/) für die Periode
von 2006 bis 2008 in den Vorstand berufen. Sie fungiert
dort als Stellvertreterin von Frau Dr. Lieselotte
Stalzer von der Wiener Städtischen Versicherung, die als
Vorstandsvorsitzende bestätigt wurde. Die weiteren
Mitglieder des VMÖ-Vorstands kommen von Fessel-GfK, ÖBB,
ONE und Raiffeisen. Frau Dr. Meier-Pesti ist seit 2004
in der Niederlassung von psychonomics in Wien
beschäftigt. Die gebürtige Wienerin war zuvor an
verschiedenen Universitäten in Österreich und
Deutschland als Lektorin für Markt- und
Konsumentenpsychologie tätig.
* Dr. Michaela Brocke (31) ist seit April
2006 für psychonomics als Projektmanagerin im Bereich
Produktentwicklung und Konzepttests tätig. Zuvor hat sie
im Rahmen ihrer Promotionsstelle an der Westfälischen
Wilhelms-Universität Münster bereits mehrere
Marktforschungsprojekte im Automobil- und Bankenbereich
geleitet und regelmäßig Lehrveranstaltungen zum Thema
Marktforschung gehalten. Zudem ist Frau Brocke Autorin
zahlreicher nationaler wie internationaler Fachartikel.
Zu den Spezialgebieten der Diplom-Psychologin zählen
insbesondere die Präferenzmessung (Conjoint- und
Discrete Choice-Analysen), die Messung von
Zahlungsbereitschaften sowie Imageanalysen.
* Stefan Heinisch (42) ist seit April 2006
für psychonomics als Senior Projektmanager im Bereich
Bankenmarktforschung tätig. Gemeinsam mit Dr. Karsten
Schulte wird er die strategische Weiterentwicklung des
Geschäftsbereichs vorantreiben. Nach dem BWL-Studium mit
Schwerpunkt Bankbetriebswirtschaftslehre und
Kommunikationswissenschaft an der Universität
Erlangen-Nürnberg war Herr Heinisch zuvor u. a. für die
Gothaer Versicherung tätig. Von 2000 bis März 2006
arbeitete er als Research Consultant bei der GfK
Finanzmarktforschung in Nürnberg. Zu den Spezialgebieten
des Diplom-Kaufmanns zählen insbesondere
Kundenbefragungen, Marktanalysen, Produktentwicklung und
Mystery Shopping.
* Claudio Ingendaay (46) arbeitet seit Juli
2006 für psychonomics als Senior Berater im Bereich der
Organisationsforschung und -entwicklung. Dort wird er
insbesondere das Beratungsangebot für
Follow-up-Maßnahmen nach Mitarbeiterbefragungen und 360°
Führungskräfte-Feedbacks weiter ausbauen. Der
Diplom-Psychologe bringt umfangreiche Erfahrungen aus
seiner langjährigen Beratertätigkeit im Bereich der
Personal- und Organisationsentwicklung sowie dem Change
Management mit. Zuvor war er auch bereits als
Personalleiter eines mittelständischen
IT-Beratungshauses tätig.
* Gerd Beidernikl (28) ist seit Juni 2006
in der Wiener Niederlassung von psychonomics als
Projektmanager im Bereich Organisationsforschung und
-beratung tätig. Zu den Schwerpunkten des Soziologen von
der Universität Graz, zählen vor allem Mitarbeiter- und
Führungskräftebefragungen,
Qualifikationsbedarfsanalysen, Evaluationen sowie
Soziale Netzwerkanalysen.
* Bettina Willmann (27) ist zum Juni 2006
zur Projektmanagerin ernannt worden. Schwerpunktmäßig
arbeitet sie in den Bereichen Image- und
Markenkernanalysen, Kundenzufriedenheit sowie
Qualitätsmanagement. Frau Willmann hat Psychologie mit
Nebenfach Marketing an der RWTH Aachen und der Cardiff
University in Wales studiert und ist bereits seit 2002
für psychonomics tätig.
* Marcus Wiltfang (31) ist im Mai 2006 zum
Projektmanager im Bereich Datenmanagement befördert
worden. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen
automatisierte Datenauswertungen, Reporterstellungen und
Tool-Programmierungen. Herr Wiltfang hat VWL mit den
Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und empirische
Sozialforschung in Trier studiert und ist bereits seit
November 2003 bei psychonomics beschäftigt.
* Michaela Schaefer (26) ist seit Mai 2006
als Junior Projektmanagerin für psychonomics tätig. Ihre
Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich
Versicherungsmarktforschung und
Kundenzufriedenheitsstudien. Frau Schaefer ist gelernte
Werbekauffrau und hat einen B.A. in
Sozialwissenschaften.
* Gerrit Seul (31) ist seit Juni 2006 als
Junior Projektmanager im Bereich Marketing und
Kommunikation für psychonomics tätig. Schwerpunktmäßig
arbeitet er im Bereich der Online-Kommunikation und ist
mit der Pflege und Weiterentwicklung verschiedener
Websites betraut. Der Diplom-Geograph hat an den
Universitäten Köln und Bonn studiert.
++++++ VERANSTALTUNGEN, VORTRÄGE UND
SEMINARE ++++++
top 5. PSYCHONOMICS SYMPOSIUM UND 15-JÄHRIGES
FIRMENJUBILÄUM
21. - 22. September 2006 in Köln (siehe
Beitrag am Anfang des Newsletters).
top EUROFORUM-KONFERENZ: KFZ-VERSICHERUNG
Prof. Horst Müller-Peters,
Vorstandsvorsitzender der psychonomics AG, hält auf der
Euroforum-Konferenz "Kfz-Versicherung" vom 17.-18.
Oktober 2006 in Köln (Dorint Sofitel An der Messe) einen
Vortrag zum Thema: "Erfolgreiches
Kundenbindungsmanagement". Vor dem Hintergrund
anhaltender Preiskämpfe in der Kfz-Sparte richtet sich
der Fokus dabei auf die Bedeutung von Kundenorientierung
und Kundenbindung als ertragsstabilisierende Faktoren.
Weitere Informationen zur Konferenz unter:
www.euroforum.de/DATA/pdf/P1100390.pdf
top NACHLESE: 1. VVB-VERSICHERUNGSKONGRESS
Am 12. Mai fand in Köln anlässlich der
Mitgliederversammlung zum 55-jährigen Bestehen der 1.
VVB-Versicherungskongress mit über 1.000 Besuchern
statt. Professor Horst Müller-Peters,
Vorstandsvorsitzender der psychonomics AG, war als
Referent und Podiumsdiskutant zum Thema "Vertriebswege
der Zukunft" vertreten.
Ausführliche Nachlese unter: www.vvb-koeln.de/pages/open/news/doc315300.xml
++++++ VERMISCHTES ++++++
top GLOSSAR DER MARKT- UND MARKETINGFORSCHUNG -
HEUTE: VIRALES MARKETING
In Zeiten des "Communication-Overload",
zunehmender Werbemüdigkeit gegenüber klassischen
Werbeformen und gleichzeitig wachsender Austauschbarkeit
von Produkten und Dienstleistungen setzen
Marketingmanager immer häufiger auf Werbeformen jenseits
des Mainstreams. "Virales Marketing" (auch: Viral
Marketing, Virus-Marketing oder VM; Nachbarkonzepte sind
Empfehlungs- und Networkmarketing), ist einer der
jüngsten Trends in der Werbebranche (ebenso wie das
Guerilla-Marketing).
Was aber versteht man unter "Virales
Marketing"? Einfach gesprochen handelt es sich dabei um
eine Marketingform, die Kunden gezielt animieren will,
Marken, Produkte und Dienstleistungen aktiv und
freiwillig weiterzuempfehlen. Kunden sollen als
"Botschafter" und "Gestalter" aktiv in den
Marketingprozess integriert werden und Werbeinhalte
epidemisch wie einen Virus in sozialen Netzwerken
verbreiten. Virales Marketing versucht, virale Effekte
zu initiieren bzw. zu verstärken. Dass es sich dabei -
wie bei vielen "neuen" Marketingtrends - nicht um etwas
gänzlich Neues handelt, wird schnell deutlich, wenn man
an den schon sehr lange bekannten Begriff
"Mund-zu-Mund-Propaganda" denkt.
Für das Viral Marketing spielen heute
Internet und E-Mail mit ihren schnellen
Verbreitungsmöglichkeiten eine zentrale Rolle. Eine
Technik besteht etwa darin, nützliche Anwendungen,
attraktive Spiele, Musikdateien oder unterhaltsame
Werbevideos kostenlos zum Download bereitzustellen, die
sich binnen weniger Stunden und Tage um die
(Internet-)Welt verbreiten können. Zunehmend werden auch
Blogs als Viral Marketing-Tool eingesetzt.
Frühe Beispiele sind etwa das
"Moorhuhn"-Werbespiel (Johnny Walker) und die
Musiktauschbörse "Napster". Vorteile solcher Projekte
liegen darin, dass sie keiner Unterstützung durch
klassische Werbemedien bedurften, einen geringen
finanziellen Aufwand aufwiesen und einen maximalen
Werbe- und Verbreitungseffekt erzielen konnten. Kürzlich
wurde - zunächst allerdings ohne Marketingabsicht - die
"Mentosfontäne" bzw. "Coke Rocket" ausgelöst.
Ausgangspunkt war die filmische Dokumentation der
erstaunlichen Wechselwirkung zwischen "Coca Cola Light"
und "Mentos" (Pfefferminz-Bonbons), die binnen kurzer
Zeit weltweit Verbreitung und Nachahmung fand. Die in
diesem Falle kostenlose Werbung fand allerdings bei den
beiden "Zutaten-Herstellern" ein geteiltes Echo: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,421135,00.html.
Auch wenn solche spektakulären Beispiele
das enorme Werbepotenzial für das Viral Marketing
verdeutlichten können, sollte nicht vergessen werden,
dass Aufmerksamkeit und Bekanntheit allein noch keinen
nachhaltigen Markenerfolg ausmachen. Effekte des Viral
Marketing sind zudem nur begrenzt planbar und die
Auswirkungen auf das Markenimage nicht immer automatisch
positiv - wie jüngst auch die
Online-Viral-Marketing-Kampagne von Chevrolet für das
Modell "Tahoe" zeigte (www.pressetext.de/pte.mc?pte=060405004).
Und nicht zuletzt ist zu bedenken, dass
"Weiterempfehlen" noch etwas anderes bedeutet als
"weiterleiten", und Kunden zu überzeugten, aktiven
Markenbotschaftern zu machen etwas anderes, als diese
nur für Botendienste zu nutzen.
Marktforschung kann das Virale Marketing
durch die Entwicklung von Instrumenten zur Messung und
Förderung viraler Effekte (bspw. über Weblog- oder
Blog-Monitoring), durch die Ermittlung von
Erfolgsfaktoren (etwa im Rahmen von Kundenworkshops) und
übergreifend durch die Analyse des "viralen Potenzials"
von Marken, Produkten und Kampagnen systematisch
unterstützen.
Fazit: Verdienst des Viral
Marketing-Konzepts ist es, eine Rückbesinnung auf die
Bedeutung der Überzeugung und Begeisterung der Kunden
und den Stellenwert aktiver Weiterempfehlungen in
sozialen Netzwerken zu befördern. Ob sich das Virale
Marketing einmal zu einer festen Größe im Marketing-Mix
entwickeln wird, ist derzeit noch offen.
Weitere Informationen zu den
Einsatzmöglichkeiten der Marktforschung im Rahmen des
Viral Marketing erhalten Sie bei: Holger Geißler (Senior
Manager) - holger.geissler@psychonomics.de -
Tel.: +49 (0)221 42061-344.
top SURFTIPPS
* Seit dem 1. August 2006 gelten für
Schulen und Behörden erneut neue Rechtschreibregeln. Wer
seinen Kenntnisstand über die "Reform der Reform..."
testen möchte, kann dies mit dem aktuellen
Wahrig-Rechtschreibtrainer tun: http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=2338200.html
* Mit dem "Preismonitor " des Statistischen
Bundesamts lässt sich im Internet die Preisentwicklung
häufig gekaufter Waren und Dienstleistungen im Vor- und
im Nachfeld der für Januar 2007 vorgesehenen
Mehrwertsteuererhöhung im Internet beobachten.
Bezugsmonat ist Juni 2006. Der Preismonitor wird
regelmäßig aktualisiert und bis Mitte 2007 fortgeführt:
www.destatis.de/preismonitor
* Informationen aus dem Marketingsektor und
nützliche kostenlose Vorträge zu Marketingthemen findet
man unter: http://www.marketing-boerse.de/
* Marketing-Blog für "Besserwerber" mit
einigen interessanten Informationen - wenn man sie sucht
und findet: http://www.marketing-blog.biz/
* Ein elektronisches Statistik-Textbuch in
englischer Sprache - empfohlen von der Encyclopedia
Britannica - ist kostenlos im Internet nutzbar unter: www.statsoft.com/textbook/stathome.html
* HR Pedia ist eine deutschsprachige
Enzyklopädie für das Personalwesen, die - auf dem
Gedanken von "Wikipedia" basierend - (langsam) von
Freiwilligen aufgebaut wird: hrpedia.springweb.org/index.php/Hauptseite
* Für private Zwecke kostenlos nutzbare
Online-Stadtplansammlung mit nützlichen
Detail-Funktionen: http://www.stadtplandienst.de/
* Umfangreiches Deutsch <->
Englisches Online-Wörterbuch der TU Chemnitz mit
amerikanischer und deutscher Aussprache-Funktion
(Muttersprachler!) unter: http://www.beolingus.de/
top LITERATURTIPPS
* Enke, M., Geigenmüller, A. &
Schrader, E. F. (2006): Marketing im erweiterten Europa.
Märkte und Chancen erfolgreich nutzen. Gebundene
Ausgabe, Redline Wirtschaftsverlag, 304 Seiten, 49,90
Euro. Nützlicher Marketingleitfaden für den
Wachstumsmarkt Osteuropa mit Fakten, Praxisbeispielen
und Handlungstipps. Tenor: "Go east".
* Gupta, S. & Lehmann, D. R. (2005):
Managing Customers as Investments. The Strategic Value
of Customers in the Long Run. Gebundene Ausgabe,
englische Sprache, Wharton School Publishing, 224
Seiten, 37,40 Euro. Das Fachbuch vermittelt die
Grundlagen des Konzepts des kundenwertorientierten
Marketings und zeigt Unterschiede zum traditionellen
Marketing sowie Ansätze zur Berechnung des Kundenwerts
(Customer Lifetime Value; CLV) auf.
* The European Best People Practices(r)
Report 2006. Hg.: Great Place to Work(r) Institute
Europe. Hardcover, 88 Seiten, 300 Euro. Der exklusive
Report dokumentiert auf anschauliche Weise HR Best
Practices von Siegerunternehmen des europäischen Great
Place to Work(r) Wettbewerb "Best Workplaces in Europe
2006". Die Unternehmen messen der Schaffung attraktiver
Arbeitsplätze zunehmend strategische Bedeutung bei und
zeigen, dass Mitarbeiterorientierung auch in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich und für
nachhaltigen Erfolg wichtig ist (Report kann über
psychonomics bestellt werden).
* Für Schnell- und Kurzleser: Mehr als
3.000 Abstracts aktueller Wirtschaftsbücher sind
kostenpflichtig (individuelles Jahresabo: 299 Euro) in
der Online-Bibliothek der Buchzusammenfassungen abrufbar
unter: http://www.getabstract.com/
-----------
* Aktuelle Fachpublikationen der
Mitarbeiter von psychonomics: www.psychonomics.de/publikationen
* Aktuelle psychonomics-Studienübersicht
www.psychonomics.de/studien
* Aktueller psychonomics-Pressespiegel:
www.psychonomics.de/pressespiegel
***
top AUSBLICK
Die kommende Ausgabe des
psychonomics-Newsletters erscheint im Herbst 2006. Wir freuen uns über ein
persönliches Feedback und eine Weiterempfehlung des
Newsletters an interessierte Kollegen. psychonomics
wünscht Ihnen noch einen angenehmen Tag und erfolgreiche
Arbeit!
***
Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik?
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